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Krabbelot - Wissenswertes
über die Insekten und Spinnen
in Deutschland

Nur was wir kennen, können wir auch schützen

Noch gibt eine fast unvorstellbare Menge und Vielfalt an Insekten und Spinnen, mit denen wir uns die Erde teilen, doch diese Welt ist bedroht. Größtenteils unbemerkt verschwinden Jahr für Jahr Insektenarten von diesem Planeten, und dass ursächlich durch den Menschen. Die industrielle Land- und Forstwirtschaft mit ihren immer größeren Feldern, ihren übermäßig eingesetzten Pestiziden und monotonen Landschaftsstrukturen stellt dabei eine der größten Bedrohungen dar. Dabei sind Landwirtschaft und Ernährung untrennbar mit dem Vorkommen von Insekten und Spinnen verbunden. Sie verbessern die Bodenqualität, bauen abgestorbene Pflanzen und Tiere ab und bestäuben die Nutzpflanzen weltweit. Wir sind alle von dieser Biodiversität abhängig, denn sie ist notwendig für den Erhalt unseres Ökokreislaufes.
Wir von Krabbelot haben uns zum Ziel gesetzt, allen Interessierten diese Welt näher zu bringen. Wir geben Ihnen Informationen und zeigen Ihnen eine faszinierende Welt, die Sie bisher vielleicht nur als kleine schwarze Punkte oder als lästige eklige Viecher wahrgenommen haben, denn nur was wir kennen, können wir auch schützen.

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus)

...einst ein häufiger Gast aus dem Reich der Insekten, heute durch intensive Waldwirtschaft vom Aussterben bedroht.

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus)

...einst ein häufiger Gast, heute durch intensive Waldwirtschaft vom Aussterben bedroht.

Übersicht der Fischchen aus Deutschland

Fischchen (Zygentoma) werden meist sieben bis fünfzehn Millimeter lang. Als Ausreißer gilt die in südportugiesischen Höhlen lebende Squamatinia algharbica, sie erreicht etwa 30 Millimeter, mit Fühlern am Kopf und Leibesende etwa 10 Zentimeter. Diese Art ist das „größte unter der Erde lebende Insekt Europas“. Der Körper der Fischchen ist abgeflacht. Am Kopf sitzt ein Paar langgestreckter, vielgliedriger Antennen, die etwa Körperlänge erreichen können, außerdem zwei kleine, nur aus wenigen Ommatidien zusammengesetzte Komplexaugen, die bei den unterirdisch lebenden Gattungen ganz fehlen. Der Körperumriss ist geschlossen, der Hinterleib (Abdomen) setzt ohne Absatz oder Einschnürung an den Thorax an, so dass sich eine langgestreckt tropfenförmig-spindelförmige Gestalt ergibt. Der gesamte Körper der Fischchen ist meist mit glänzenden Schuppen besetzt. Fischchen sind bodenlebende, nachtaktive Insekten der Tropen und Subtropen. In Mitteleuropa kommt nur eine einzige Art frei lebend vor, das Ameisenfischchen (Atelura formicaria), welches in Nestern verschiedener Ameisenarten lebt. Eine Reihe weiterer Arten leben in Häusern (synanthrop), diese sind heute weltweit verschleppt. Die wichtigsten synanthropen Arten weltweit sind das Silberfischchen (Lepisma saccharina) sowie das häufig in warmen Räumen wie Bäckereien lebende Ofenfischchen (Thermobia domestica). Seit einiger Zeit wird auch das Kammfischchen (Ctenolepisma lineata) vor allem in Süddeutschland beobachtet. Erstmals 2007 wurde in Norddeutschland das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) nachgewiesen. Im Jahr 2017 wurde das bis dahin nur in den Tropen beheimatete Geisterfischchen (Ctenolepisma calva) in Chemnitz entdeckt. Fischchen leben überwiegend in relativ feuchter Umgebung. Einige sind aber an trockene Lebensräume angepasst, darunter auch die synanthropen Arten, die mit der reduzierten Luftfeuchte beheizter Wohnungen zurechtkommen müssen. Trotz der vermuteten grundlegenden (basalen) Stellung im System der Insekten sind Fossilien, die mit einiger Sicherheit der Ordnung angehörig sind, nicht vor der Kreide gefunden worden.

Lepismatidae

2 Arten aus Deutschland mit Foto

Nicoletiidae

0 Arten aus Deutschland mit Foto


Quellen:

Systematik übernommen aus:

Dr. Luis F. Mendes (2019) Zygentoma. Fauna Europaea version 2017.06, https://fauna-eu.org - Zugriff am 01.12.2019

 

Vorkommens-Nachweise entnommen von:

Dr. Luis F. Mendes (2019) Zygentoma. Fauna Europaea version 2017.06, https://fauna-eu.org - Zugriff am 01.12.2019

 

Bestimmungshilfen:

Insektenfotos.de-Forum von Jürgen Peters