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Krabbelot - Wissenswertes
über die Insekten und Spinnen
in Deutschland

Nur was wir kennen, können wir auch schützen

Noch gibt eine fast unvorstellbare Menge und Vielfalt an Insekten und Spinnen, mit denen wir uns die Erde teilen, doch diese Welt ist bedroht. Größtenteils unbemerkt verschwinden Jahr für Jahr Insektenarten von diesem Planeten, und dass ursächlich durch den Menschen. Die industrielle Land- und Forstwirtschaft mit ihren immer größeren Feldern, ihren übermäßig eingesetzten Pestiziden und monotonen Landschaftsstrukturen stellt dabei eine der größten Bedrohungen dar. Dabei sind Landwirtschaft und Ernährung untrennbar mit dem Vorkommen von Insekten und Spinnen verbunden. Sie verbessern die Bodenqualität, bauen abgestorbene Pflanzen und Tiere ab und bestäuben die Nutzpflanzen weltweit. Wir sind alle von dieser Biodiversität abhängig, denn sie ist notwendig für den Erhalt unseres Ökokreislaufes.
Wir von Krabbelot haben uns zum Ziel gesetzt, allen Interessierten diese Welt näher zu bringen. Wir geben Ihnen Informationen und zeigen Ihnen eine faszinierende Welt, die Sie bisher vielleicht nur als kleine schwarze Punkte oder als lästige eklige Viecher wahrgenommen haben, denn nur was wir kennen, können wir auch schützen.

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus)

...einst ein häufiger Gast aus dem Reich der Insekten, heute durch intensive Waldwirtschaft vom Aussterben bedroht.

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus)

...einst ein häufiger Gast, heute durch intensive Waldwirtschaft vom Aussterben bedroht.

Übersicht der Schaben aus Deutschland

Schaben (Blattodea) sind derzeit mit etwa 4.600 Arten weltweit vertreten. Ihren Verbreitungsschwerpunkt haben sie aufgrund ihres hohen Bedarfs an Wärme in den Tropen. Obwohl sie generell feuchte Lebensräume bevorzugen, gibt es auch Arten die auf trockene Lebensräume, bis hin zu Wüsten, spezialisiert sind (z. B. Familie Corydiidae). Diese sind dann tagsüber eingegraben und kommen nur bei erhöhter Luftfeuchte nachts hervor. In Deutschland sind nur sechs Arten der Unterfamilie Ectobiinae (Waldschaben) freilebend. Ihr Lebensraum sind je nach Art Wälder, Waldränder oder auch Trockenrasen. Die übrigen hier vorkommenden Arten sind eingeschleppt und leben ausschließlich in beheizten Häusern oder unter besonderen Bedingungen im Freiland (z. B. auf Müllkippen mit Wärmeentwicklung). Schaben ernähren sich von unterschiedlichsten Stoffen pflanzlicher und tierischer Herkunft. Der Körper der Tiere ist fast immer abgeplattet. Die Antennen sind meist auffällig lang und fadenförmig, sie sind bei vielen Arten die wichtigsten Sinnesorgane. Der Kopf ist in der Regel sehr beweglich und sitzt etwas hängend unter dem Halsschild. Der breit ansitzende Hinterleib (Abdomen) besitzt zehn Segmente (Sklerite), wobei einzelne Segmente stark reduziert sein können. Die ältesten bekannten Fossilien dieser Insektenordnung stammen aus dem Karbon.

Blaberidae

0 Arten aus Deutschland mit Foto

Blattellidae

Blattellidae

1 Art aus Deutschland mit Foto

Blattidae

0 Arten aus Deutschland mit Foto


Quellen:

Systematik übernommen aus:

Prof. Dr. Horst Bohn, Dr. Klaus-Gerhard Heller (2019) Blattodea. Fauna Europaea version 2017.06, https://fauna-eu.org - Zugriff am 01.12.2019

 

Vorkommens-Nachweise entnommen von:

Prof. Dr. Horst Bohn, Dr. Klaus-Gerhard Heller (2019) Blattodea. Fauna Europaea version 2017.06, https://fauna-eu.org - Zugriff am 01.12.2019

 

Bestimmungshilfen:

dgfo-articulata.de - Deutsche Gesellschaft für Orthopterologie e.V.

Insektenfotos.de-Forum von Jürgen Peters